Zahlreiche Medien haben nach dem Fernsehbeitrag des ARD-Magazins „Report München“ über die Belastung des Trinkwassers mit Uran berichtet. Auslöser ist eine Studie der Verbraucherschutzorganisation „foodwatch“. Die Studie enthält Daten zu Uran-Werten im Rohwasser, die bei den zuständigen Landesministerien angefragt und veröffentlicht wurden.

Die Abteilung Wasser/Abwasser des Verbandes kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) hat unmittelbar nach der Berichterstattung Kontakt mit den zuständigen Behörden aufgenommen. Das Umweltbundesamt bestätigte dem VKU, dass der Wert von 10 Mikrogramm je Liter der toxikologisch begründete „lebenslang duldbare gesundheitliche Leitwert“ sei, der auch für Säuglinge gilt. Der häufig in der Berichterstattung zitierte Wert von 2 Mikrogramm je Liter ist toxikologisch nicht begründet und damit weder Richt- noch Grenzwert. Es handelt sich vielmehr um einen Marketingwert für Mineralwasser, der werbewirksam auf Mineralwasserflaschen vermerkt werden kann („als besonders geeignet zur Zubereitung von Säuglingsnahrung“).

Weder in der EU-Trinkwasserrichtlinie noch in der nationalen Trinkwasserverordnung (TrinkwV) ist ein Grenzwert für Uran festgesetzt.

Obwohl die Messung für Uran im Trinkwasser derzeit nicht vorgeschrieben ist, wird sie nach Aussage von Wolfgang Karges, Geschäftsführer der Gemeindewerke Heusweiler (GWH), für das Heusweiler Wasser durchgeführt. Bei einer Probeentnahme am 19.06.2008 wurde im Trinkwasser ein Uranwert von 0,4 Mikrogramm je Liter gemessen. Dieser Messwert liegt somit deutlich unter dem gesundheitlich duldbaren Leitwert des Umweltbundesamtes.