Am 23. September 2008 haben Bürgermeister Rainer Ziebold und die beiden GWH-Geschäftsführer Wolfgang Karges und Alfons Wintrich einen Konzessionsvertrag zwischen der Gemeinde Heusweiler und der Gemeindewerke Heusweiler GmbH (GWH) über die Lieferung von Wasser unterzeichnet.

Der Abschluss des Konzessionsvertrages war aus Sicht der GWH deshalb notwendig, da mit Gründung der Gemeindewerke Heusweiler GmbH zum 01.01.2002, an der die Gemeinde Heusweiler mit 51 % und die Stadtwerke Saarbrücken mit 49 % beteiligt sind, erstmals ein privatwirtschaftliches Unternehmen (GmbH) für die öffentliche Wasserversorgung in Heusweiler zuständig ist, und somit nicht ohne weiteres das Wegeeigentum der Gemeinde Heusweiler nutzen kann. Bis einschließlich dem Jahr 2001 war das Gemeindewasserwerk Heusweiler – Eigenbetrieb zuständig. Eigenbetriebe sind wirtschaftliche Unternehmen einer Gemeinde, die keine eigene Rechtspersönlichkeit besitzen. Dies schließt aus, dass zwischen Gemeinden und Eigenbetrieben Konzessionsverträge abgeschlossen werden, da rechtlich gesehen bei Eigenbetrieben die Gemeinde selbst ihr Wegeeigentum benutzt.

Mit diesem Vertrag räumt die Gemeinde Heusweiler der GWH ein ausschließliches Wegerecht und die Geschlossenheit des Versorgungsgebietes ein, um damit eine sichere und preiswürdige Wasserversorgung für die Bevölkerung von Heusweiler zu gewährleisten.

Ausschließliches Wegerecht bedeutet, dass die GWH die Verkehrsräume wie z. B. öffentliche Straßen, Geh- und Radwege innerhalb der Gemeinde Heusweiler zur Errichtung und zum Betrieb aller für die Versorgung mit Wasser erforderlichen Leitungen und Anlagen nutzen darf.

Die Geschlossenheit des Versorgungsgebietes beinhaltet, dass die Gemeinde Heusweiler während der Dauer des Vertrages neben der GWH kein anderes Unternehmen zur öffentlichen Wasserversorgung betreibt oder durch andere betreiben lässt.

Als Gegenleistung dafür kann die Gemeinde Heusweiler von der GWH die Zahlung einer Konzessionsabgabe verlangen.

Der Vertrag, der am 01. Januar 2009 in Kraft tritt, hat eine Laufzeit von 20 Jahren und wurde zuvor sowohl im Gemeinderat als auch in den Gremien der GWH (Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung) beschlossen.