Der Aufsichtsrat der Gemeindewerke Heusweiler hat am 12.11.2008 beschlossen, den Grundpreis für die Wasserversorgung in der Gemeinde Heusweiler ab 01. Januar 2009 zu erhöhen. Der Arbeitspreis bleibt unverändert.

Als Grund für die Preiserhöhung nennt GWH-Geschäftsführer Wolfgang Karges einerseits die steigenden Kosten für Wasserförderung (Energiekosten), -verteilung und Netzunterhaltung sowie andererseits zurückgehende Wasserverkaufsmengen.

Die Wasserpreise in der Bundesrepublik Deutschland werden laut Aussage von Wolfgang Karges nach dem Kostendeckungsprinzip gebildet, d. h. alle Kosten (z. B. Energie-, Material-, Fremdleistungs- und Personalkosten, Abschreibungen, Zinsen, Steuern u. ä.) für eine qualita-tiv hochwertige, nachhaltige und sichere Wasserversorgung fließen in den Wasserpreis ein.
Die Gesamtkosten unterteilen sich in 80 % fixe Kosten und 20 % variable Kosten. Dies bedeutet, dass der weit überwiegende Anteil der Kosten (80 %) unabhängig vom Wasserver-brauch ist. 136 km Wasserleitungen, 4 Bohrungen, 1 Pumpstation, 3 Trinkwasserbehälter und 6.200 Hausanschlüsse mit einer Länge von 62 km müssen vorgehalten, unterhalten und erneuert werden, egal wie viel Wasser durch die Leitungen fließt und verkauft wird.

Die GWH hat wie die meisten Wasserversorgungsunternehmen zwei Preisbestandteile:

•    einen mengenabhängigen Arbeitspreis pro Kubikmeter und
•    einen festen monatlichen Grundpreis.

Derzeit werden die Fixkosten der GWH noch nicht einmal zu einem Viertel über den Grund-preis gedeckt. Der Rest, über 75 %, wird über den Arbeitspreis abgerechnet.

Der Wirtschaftsplan der GWH für die Sparte Wasserversorgung beinhaltet für das Jahr 2009 Gesamtkosten von rund 1,8 Mio. €. Davon sind 1,44 Mio. € fix und 0,36 Mio. € variabel. Die derzeit gültigen Preise (Arbeits- und Grundpreis) reichen nicht aus, um die Gesamtkosten zu decken. Hinzu kommt, dass die Wasserverkaufsmengen der GWH seit 2003 durch ein verän-dertes Verbrauchsverhalten der Kunden („Wasser sparen“) zurückgehen. Wurden im Jahr 2003 an Tarifkunden noch 800.000 cbm Wasser verkauft, so waren es im Jahr 2007 nur noch 750.000 cbm. Auch die Schließung des Schwimmbades macht sich beim Wasserverkauf be-merkbar. Der Trend, dass immer weniger Menschen (demografische Entwicklung) immer weniger Wasser bei gleichbleibender Wasserversorgungsstruktur und damit hoher Fixkosten verbrauchen, führt dazu, dass verstärkt der Grundpreis und weniger der Arbeitspreis erhöht werden muss. Damit mindestens 25 % der Fixkosten der GWH durch den Grundpreis gedeckt werden, ist eine Erhöhung des Grundpreises ab 01.01.2009 unumgänglich.

Der Grundpreis bestimmt sich nach der Größe der installierten Wasserzähler und wird wie folgt monatlich erhöht:

bisher ab 01.01.2009
Zählergröße ohne MWSt. incl. 7 % MWSt. ohne MWSt. incl. 7 % MWSt.
bis Qn 2,5 3,00 € 3,21 € 4,00 € 4,28 €
bis Qn 6,0 5,65 € 6,05 € 10,00 € 10,70 €
bis Qn 10,0 7,55 € 8,08 € 17,00 € 18,19 €
Verbund-Zähler 30,00 € 32,10 € 70,00 € 74,90 €

Der Arbeitspreis bleibt unverändert bei 1,28 €/cbm ohne MwSt., 1,37 €/cbm incl. 7 % MwSt.

Von insgesamt 6.200 Hausanschlüssen mit Wasserzählern entfallen 99 % auf die Zählergröße Qn 2,5 (Qn bedeutet Durchflussmenge in cbm pro Stunde). Nur 1 % der eingebauten Zähler ist größer als Qn 2,5.

Trotz Preissteigerung stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis nach wie vor, so Wolfgang Kar-ges. Für weniger als 0,2 Cent pro Liter unseres Lebensmittels Nummer 1 erhält der Kunde Trinkwasser in bester Qualität und ausreichender Menge bei Lieferung frei Haus und rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr.

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