Der internationale Tag des Wassers am 22. März 2009 steht unter dem Motto „Grenzübergreifende Wasservorkommen“. Wasser kennt keine Grenzen. Weltweit überschreiten 263 Flussgebiete und Seen die Grenzen von 145 Staaten. Auch die weltweiten Grundwasservorräte machen an staatlichen Grenzen nicht Halt. Im Gegensatz zu Deutschland sind in vielen Ländern der Erde Wasserknappheit und verschmutztes Trinkwasser für die Menschen Realität.

Das starke weltweite Bevölkerungswachstum erhöht das Potenzial für Konflikte um das wertvolle Gut Wasser – unserem Lebensmittel Nummer eins. Die gemeinsame Nutzung grenzüberschreitender Gewässer ist eine große Herausforderung: „Shared Waters – Shared Opportunities“ also „Gemeinsam genutztes Wasser – gemeinsame Chancen“ ist deshalb das Motto des Weltwassertages 2009 der Vereinten Nationen.

Trinkwasser in Spitzenqualität ist laut Aussage von Wolfgang Karges, Geschäftsführer der GWH, nicht selbstverständlich. In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern herrscht ein eklatanter Mangel an sauberem Wasser. Was bei uns einfach so aus dem Hahn sprudelt, ist dort ein rares Gut. Hier zeigt sich, dass die nachhaltige Wasserversorgung, wie sie die deutsche Wasserwirtschaft und die GWH praktizieren, der richtige Weg ist, um die weltweiten Wasserprobleme anzupacken.

„Deutschland ist ein wasserreiches Land. Es gibt bei der Versorgung mit Trinkwasser, anders als in vielen anderen Regionen der Welt, keine Mengenprobleme. Ausreichende Niederschläge und ein nachhaltige Gewässerbewirtschaftung stellen sicher, dass sich unsere Wasservorräte immer wieder erneuern. So ist die zukünftige Wasserversorgung in Deutschland gesichert“, führte Wolfgang Karges weiter aus.

Der „Tag des Wassers“ – heute vielfach als „Weltwassertag“ bezeichnet – wurde auf der 47. Vollversammlung der Vereinten Nationen am 22. Dezember 1992 ins Leben gerufen. Ausschlaggebend war die Agenda 21, die von der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (United Nations Conference on Environment and Development UNCED) im Juli 1992 in Rio de Janeiro beschlossen wurde. In der 300 Seiten starken Agenda 21 behandelt das Kapitel 18 die Probleme und Notwendigkeiten einer nachhaltigen Wassernutzung. Der „Tag des Wassers“ soll dazu beitragen, die dort aufgeführten Empfehlungen in den einzelnen Ländern umzusetzen. Die Mitgliedsländer der UN sind aufgefordert, am Weltwassertag mit konkreten Aktionen auf die Bedeutung des Wassers für das tägliche Leben aufmerksam zu machen, denn alle sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten hängen weitgehend von der Versorgung mit Süßwasser und von dessen Qualität ab. Der Schutz der Wasservorkommen und deren schonende nachhaltige Nutzung sind laut der UN-Resolution nur durch ein entsprechendes Bewusstsein in der Bevölkerung zu erreichen. Dieser Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit soll der „Tag des Wassers“ dienen.