Verschiedene Medien berichteten Ende September 2010 über eine Keimbelastung von Trinkwasser. Dabei beriefen sie sich auf Forschungen des Biofilm Centre der Universität Duisburg-Essen, das Proben aus Warmwasser-Systemen untersucht hatte. Die deutschen Wasserversorger weisen darauf hin, dass kaltes Trinkwasser bei technisch einwandfreien Hausinstallationen und regelmäßigem Gebrauch der Zapfstellen hygienisch einwandfrei und daher von den Verbrauchern bedenkenlos zu trinken ist. Die Lieferung von Trinkwasser unterliegt strengen Qualitätsvorschriften und –kontrollen. Die Anforderungen der Trinkwasserverordnung werden in über 99 Prozent aller Analysen eingehalten. Zusätzlich überwachen viele kommunale Wasserversorger, so auch die GWH, freiwillig die Rohwasserquellen. Damit ist Trinkwasser eines der am besten kontrollierten Lebensmittel in Deutschland. Das Biofilm Centre der Universität Duisburg-Essen verweist in seiner Pressemitteilung explizit auf die hohe Qualität des Trinkwassers, das die Wasserversorger liefern. 

Die in der Untersuchung beschriebenen Belastungen wurden in Warmwasser-Proben der Hausinstallationen festgestellt. Wird Trinkwasser zu Warmwasser müssen ganz bestimmte technische Vorgaben eingehalten werden, um die Trinkwasserqualität nicht zu beeinträchtigen. 

Die Hausinstallationen fallen allerdings nicht in den Einflussbereich der Wasserversorger. Die Wasserversorger liefern Trinkwasser durch die Hausanschlussleitung, die Eigentum des Wasserversorgers ist, bis zur Hauptabsperrvorrichtung. Diese befindet sich vor dem Wasserzähler im Haus. Hinter der Hauptabsperrvorrichtung beginnt, so Wolfgang Karges, GWH-Geschäftsführer, die Hausinstallation und ab hier ist allein der Hauseigentümer für die weitere Einhaltung der gelieferten Trinkwasserqualität verantwortlich. Wird Trinkwasser unsachgemäß behandelt oder sind die Hausleitungen schlecht gewartet, besteht grundsätzlich Verkeimungsgefahr in der Hausinstallation. Gründe dafür sind zumeist zu niedrige Temperaturen in Warmwassererzeugungsanlagen und zu geringe Durchflussgeschwindigkeiten. Hygieneexperten weisen nach Aussage von Wolfgang Karges regelmäßig darauf hin, dass gerade Warmwasseranlagen häufig zu niedrig eingestellt sind. So werden Legionellen erst oberhalb einer Temperatur von 55 Grad Celsius abgetötet. Auch übertriebenes Wassersparen unterstützt die Verkeimung, da Wasserstagnation in Verbindung mit Wärme die Keimbildung unterstützt.