Die Wasserversorgung wird vom Anwendungsbereich der EU-Konzessionsrichtlinie ausgenommen.

Das ist das Ergebnis der Verhandlungen zwischen Mitgliedsstaaten, Europaparlament und EU-Kommission.

Vorausgegangen war die Ankündigung von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier, der EU-Kommission die Herausnahme vorschlagen zu wollen. Der Abschluss des Verfahrens ist in den deutschen Städten und Gemeinden auf breite Zustimmung gestoßen.

Es ist gut, dass weiterhin in den Kommunen über die Wasserversorgung entschieden werden kann, so Wolfgang Karges GWH-Geschäftsführer.

Die vollständige Herausnahme des Wasserbereiches aus der Konzessionsrichtlinie schützt die von Städten und Gemeinden entwickelten kommunalwirtschaftlichen Strukturen in der Wasserwirtschaft in Deutschland. Zugleich wird damit herausgestellt, dass Wasser als Lebensmittel keine beliebig handelbare Ware wie jede andere ist. Damit bleibt die kommunale Wasserwirtschaft hierzulande nicht nur Garant für eine hohe Qualität des Trinkwassers, sondern auch für bezahlbare Preise und für nachhaltige Investitionen in die Infrastruktur.