Die Summe der Steuern und Abgaben am Strompreis für Haushalte ist auf ein neues Rekordhoch geklettert und macht inzwischen 55 Prozent aus. Das ist mit Abstand der größte Kostenblock beim Strompreis. Seit dem Jahr der Liberalisierung hat sich dieser mehr als verdoppelt (1998: 24 Prozent). Die Vertriebe können hingegen nur noch ein Fünftel des Strompreises beeinflussen. Lediglich 5,63 Cent pro Kilowattstunde entfallen auf den Energievertrieb. Das zeigt die aktuelle BDEW-Strompreisanalyse.

Insgesamt werden die Haushalte in diesem Jahr mit ihrer Stromabrechnung über 35 Milliarden Euro für Steuern, Abgaben und Umlagen zahlen. Den größten Anteil bei den staatlichen Steuern und Abgaben hat mit 24 Milliarden Euro die Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energie (EEG-Umlage).

Der Anteil am Strompreis durch Strombeschaffung und Vertrieb ist bereits im fünften Jahr in Folge gesunken und macht aktuell 19,3 Prozent aus. Der dritte Bestandteil am Strompreis sind die Netzentgelte. Diese variieren je nach Region zum Teil stark. In vielen Regionen sind die Netzentgelte aufgrund des erforderlichen Aus- und Umbaus der Stromnetze im Rahmen der Energiewende gestiegen und machen aktuell im Durchschnitt 25,7 Prozent aus (2016: 24 Prozent).